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Krankenversicherung für Studenten

Studierende sind im Allgemeinen bis zum 25. Lebensjahr kostenfrei über Ihre Eltern familienversichert, wenn diese gesetzliche krankenversichert sind. Der Anspruch verlängert sich ggf. um die Zeit eines gesetzlichen Wehr – oder Zivildienstes. Für Studierende, die als Ehegatten familienversichert sind, gibt es keine Altersbegrenzung.

Besteht kein Anspruch auf einen Familienversicherung und auch keine andere vorrangige Krankenversicherung, sind eingeschriebene Studierende gesetzlich kranken – und pflegeversichert. Eine Befreiung von der Versicherungspflicht zugunsten einer privaten Krankenversicherung auf Antrag ist in den ersten 3 Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht möglich. Der Monatsbeitrag zur Krankenversicherung beträgt 53,80€. Der Monatsbeitrag zur Pflegeversicherung beträgt monatlich 9,98€; für Studierende die das 23. Lebensjahr vollendet haben und kinderlos sind, zuzüglich einen Beitragszuschlages von monatlich 1,28€.

Bezieher von Ausbildungsförderung erhalten einen Zuschuss zum Kranken – und Pflegeversicherungsbeitrag (§ 13a BAföG). Der monatliche Zuschuss zum Kranken – und Pflegeversicherungsbeitrag beträgt 64€.

Die Mitgliedschaft beginnt mit dem Semester, bei späterer Einschreibung frühestens mit dem Tag der Einschreibung bzw. der Rückmeldung. Die Versicherungspflicht in der Kranken – und Pflegeversicherung besteht für 14 Fachsemester und endet spätestens nach dem 30. Lebensjahr. Die Mitgliedschaft endet einen Monat nach Ende des letzten Semesters, für das Versicherungspflicht besteht, spätestens mit der Exmatrikulation. Im Anschluss ist in der Regel eine freiwillige Krankenversicherung möglich.

Ordentlich Studierende einer Hochschule sind in einer nebenher ausgeübten Beschäftigung kranken -, pflege – und arbeitslosenversicherungsfrei, wenn die Beschäftigung:

  • an nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich ausgeübt wird oder
  • von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate bzw. 50 Arbeitstage befristet oder
  • lediglich auf die Semesterferien begrenzt ist.

In Einzelfällen kann bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden auch während der Vorlesungszeit Versicherungsfreiheit bestehen. Das gilt dann, wenn die Beschäftigung überwiegend in den Abend – und Nachstunden oder an Wochenenden ausgeübt wird. Auf die Höhe des Arbeitsentgelts kommt es zur Beurteilung der Versicherungsfreiheit nicht an.

In der Rentenversicherung sind alle Studierenden, die eine mehr als geringfügige Beschäftigung ausüben, grundsätzlich versicherungspflichtig.