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Optionstarif in der Krankenversicherung: Noch flexibler in die Zukunft

Bei der Beratung über private Ergänzungs- und Vollkostenversicherungen in der privaten Krankenversicherung ist der Hinweis auf Optionstarife in vielen Fällen für den Vermittler verpflichtend. Durch einen Optionstarif ist sichergestellt, dass Versicherte auch später ihren Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung ausbauen können. Selbst wenn ein Optionstarif nicht abgeschlossen wird, sollte er auf jeden Fall Gegenstand der Beratung sein.

Das Prinzip bei einem Optionstarif ist einfach:

Er wird zusammen mit einer Ergänzungs- oder Vollkostenversicherung abgeschlossen. Der Optionstarif garantiert den Versicherten die Möglichkeit, später ohne erneute Risikoprüfung in einen höherwertigen Versicherungsschutz zu wechseln – im Extremfall von einer Ergänzungsversicherung mit geringem Leistungsumfang in einen Toptarif der Vollkostenversicherung.

Damit umgehen Versicherte die Schwierigkeit: Wenn sie jung sind, haben sie keine Probleme mit der Risikoprüfung, können sich den gewünschten Versicherungsschutz aber meist nicht leisten. Wenn sie älter sind, können sie sich den Versicherungsschutz zwar leisten, bekommen aber wegen eines schlechteren Gesundheitszustands eventuell Probleme mit der Risikoprüfung. Da der Optionstarif für junge Menschen nur wenige Euro pro Monat kostet und eine kleine Ergänzungsversicherung ebenfalls einen sehr geringen Beitrag hat, ist der Abschluss einen Optionstarifes auch bei einem geringen Einkommen möglich.

Konkreten Bedarf gibt es in vielen Lebenssituationen. Einige Beispiele:

  • Junge Menschen können ihren konkreten späteren Bedarf nicht vorhersehen, wollen sich aber maximale Flexibilität sichern
  • Selbständige während der Existenzgründung müssen die Fixkosten gering halten, wollen später wenn sie sich etabliert haben eine Vollkostenversicherung mit Topleistungen
  • Berufseinsteiger können sich keinen umfassenden Schutz über Ergänzungsversicherungen leisten, wollen ihren Versicherungsschutz später ausbauen
  • Junge Arbeitnehmer unterliegen erst der Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung, wollen aber später in die private Krankenversicherung wechseln

Optionsrecht:

Für die versicherte Person besteht das Optionsrecht, ohne erneute Risikoprüfung und ohne erneute Wartezeiten:

  • in eine Krankheitskostenvollversicherung mit höheren Leistungen
  • in die private Pflegepflichtversicherung,
  • in eine Krankenktagegeldversicherung,
  • in Pflegezusatz – oder alternativ in eine Pflegetagegeldversicherung
  • in eine Kurkostenversicherung sowie
  • in eine Kurtagegeldversicherung

zu wechseln.

Beispiel für eine Zusatzversicherung:

Der Versicherungsnehmer hat eine Zusatzversicherung für freie Krankenhauswahl mit dem Optionstarif abgeschlossen. Wird der Versicherungsnehmer Vater so kann auch sein Kind in denselben Ergänzungstarif mit Optionstarif einsteigen ohne Risikoprüfung. Sollte das Kind nur krank werden, kann das Kind mit dem Optionstarif in eine Pflegetagegeldversicherung o.ä. wechseln.

Beispiel für eine Krankheitskostenvollversicherung:

Der Versicherungsnehmer ist Existenzgründer und schließt um die Fixkosten niedrig zu halten nur einen Kompakttarif die Pflegepflichtversicherung und den Optionstarif ab. Nach 5 Jahren möchte er eine Krankentagegeldversicherung abschließen, das ist möglich ohne Risikoprüfung, auch wenn ein Versicherungsfall oder eine Krankheit ausgebrochen wäre.

Achten Sie bei Ihren Zusatzversicherungen oder Ihrer Krankheitskostenvollversicherung darauf dass Sie immer eine Option haben Ihren Versicherungsschutz zu verbessern.

Rufen Sie mich an oder schreiben mir eine E-Mail wenn Sie ein Beratungsgespräch wünschen!