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Neuer Bruttobeitrag bei Wohngebäudeversicherung

Im Umgang mit Wohngebäudeversicherungen ohne versicherte Gefahr Feuer gab es allerdings bislang eine Rechtsunsicherheit, ob solche Verträge ebenfalls der Feuerschutzsteuer unterliegen.

Nach Abstimmung mit der Finanzverwaltung hat der GDV nun klargestellt:

Auch Wohngebäudeversicherungen, bei denen das Feuerrisiko nicht abgesichert ist, unterliegen der Feuerschutzsteuer.
Eine Erhebung der Feuerschutzsteuer bei derartigen Verträgen bedingt gleichzeitig eine Herabsetzung der Bemessungsgrundlage für die Versicherungssteuer.

Die Bemessungsgrundlagen für Wohngebäudeversicherungen ohne die Gefahr Feuer ändert sich dadurch für

  • die Versicherungssteuer von 100 auf 86 %
  • die Feuerschutzsteuer von `nicht feuerschutzsteuerpflichtig´ auf 14 %.

Im Ergebnis bedeutet dies für Sie einen verringerten Bruttobeitrag.

Berechnungsbeispiel für eine Wohngebäudeversicherung ohne die Gefahr Feuer:

Altes Recht:
Netto-Netto-Beitrag 100,00 €
+ 19 % VersSt von 100,00 € 19,00 €
= Brutto-Beitrag 119,00 €

Neues Recht:
Netto-Netto-Beitrag 97,34 €
+ (14 % von 100,00 €) x 19 % FeuerschSt 2,66 €
= Netto-Beitrag 100,00 €
+ (86 % von 100,00 €) x 19 % VersSt 16,34 €
= Brutto-Beitrag 116,34 €