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Historie Rechnungszins in der Lebensversicherung

Rechnungszins (Garantiezins)

Dieser Wert kennzeichnet den zulässigen (Höchst-) Rechnungszins. Der Versicherer darf diesen Wert unterschreiten, jedoch nicht überschreiten. Die in der Tabelle aufgelisteten Zinssätze zeigen die gesetzlichen Vorgaben – der einem Vertrag tatsächlich zugrunde liegenden Rechnungszins kann abweichen. Ein bei Vertragsabschluss vereinbarter Rechnungszins bleibt grundsätzlich für die gesamte Vertragslaufzeit bestehen – auch wenn der Gesetzgeber zwischenzeitlich einen anderen Rechnungszins festlegt.

Gesetzlich zulässiger Höchstrechnungszins nach Abschlussjahr:

Zeitraum

seit 2012 beträgt der Zinssatz – 1,75%

Abschlüsse von 2007 bis 2011 – 2,25 %

Abschlüsse von 2004 bis 2006 – 2,75 %

Abschlüsse von 7/2000 bis 2003 – 3,25 %

Abschlüsse von 7/1994 bis 6/2000 – 4,00 %

Abschlüsse von 1987 bis 6/1994´- 3,50 %

Abschlüsse von 1942 bis 1986 – 3,00 %

Laufende Verzinsung

Sie wird jährlich neu deklariert und setzt sich zusammen aus dem Rechnungszins und dem Überschusszins. Ändert sich der Überschusszins, wirkt sich das nur auf die künftig zu erwirtschaftenden Überschüsse aus. Die einem Vertrag bereits gutgeschriebenen Überschüsse bleiben davon unberührt.

Gesamtverzinsung

Seit etwa 2010 wird im öffentlichen Sprachgebrauch zunehmend bei „Gesamtverzinsung“ die „Gesamtverzinsung im weiteren Sinne“ angegeben. Das ist die laufende Verzinsung zuzüglich Schlussüberschussbeteiligung und Beteiligung an den Bewertungsreserven. Die Schlussüberschussbeteiligung besteht aus dem Schlussüberschuss, der Schlusszuweisung und dem Sockelbetrag für die Beteiligung an den Bewertungsreserven. Ob und in welcher Höhe der Kunde in den Genuss dieser Zuweisung kommt, hängt vom Tarif und insbesondere von der Versicherungsdauer bzw. Aufschubzeit ab. Außerdem ist maßgeblich in welcher Höhe Schlussüberschuss, Schlusszuweisung und Sockelbetrag zum Zeitpunkt des Ablaufs bzw. Rentenbeginns deklariert werden.

Stand 09.12.2013