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Änderung für die Versicherungssteuer

Änderung der Berechnungsgrundlagen für die Versicherungssteuer

Verträge (Hausrat und Wohngebäude), bei denen kein Feuerrisiko abgesichert ist, unterliegen per sofort nicht mehr der Feuerschutzsteuer, sondern allein der Versicherungssteuer in Höhe von 19 % (Urteil Finanzgericht Köln vom 07.12.2016 – 2K3652/14).
Dies hat zur Folge, dass die Versicherungssteuer nun aus dem vollen Nettobeitrag (100 %) berechnet werden muss. Bislang wurde die Versicherungssteuer in der Hausratversicherung aus 85 % und in der Wohngebäudeversicherung aus 86 % des Nettobeitrags erhoben.
Die Abführung der neuen Versicherungssteuer erfolgt ab dem Kalenderjahr 2018. Rechnungen und Anpassungsschreiben für Fälligkeiten in 2018 werden bereits nach der neuen Regelung erstellt und enthalten für den Versicherungsnehmer einen entsprechenden Hinweis.

Fazit:

  • Hausrat-Verträge ohne Feuer erhöhen sich um 2,28 %.
  • Wohngebäude-Verträge ohne Feuer erhöhen sich um 2,45 %.

Die Versicherungssteuer wird vom Versicherungsunternehmen erhoben und an die Finanzbehörden weitergereicht, daher ergibt sich aufgrund der geänderten Rechtsprechung auch kein Kündigungsgrund.

Stand 22.11.2017