
Pflegeheimkosten 2026: Wie hoch ist Ihr Eigenanteil?
Ein Pflegeplatz kostet im Jahr 2026 im ersten Jahr bundesweit durchschnittlich 3.364 Euro im Monat, die der Bewohner selbst tragen muss. Das ist der sogenannte Eigenanteil, also der Betrag, der übrig bleibt, nachdem die gesetzliche Pflegeversicherung ihren Teil gezahlt hat.
Noch wichtiger ist allerdings die Richtung. Allein im letzten Jahr ist der Eigenanteil um 256 Euro im Monat gestiegen, ein Plus von rund 8 Prozent. Die Renten stiegen im selben Jahr um 4,24 Prozent. Wer heute plant, sollte deshalb nicht mit den Zahlen von heute rechnen.
Eigenanteil pro Monat im ersten Jahr
Quelle: Verband der Ersatzkassen (vdek), Stand 1. Juli 2026. Durchschnittswerte, je nach Einrichtung abweichend.
Jedes Kästchen ist ein Bundesland. Die Zahl zeigt, was Sie im ersten Jahr im Pflegeheim jeden Monat selbst zahlen, also nach Abzug der Leistung der Pflegekasse. Je dunkler die Farbe, desto teurer.
Am günstigsten ist Sachsen-Anhalt. Dort zahlen Sie im ersten Jahr im Schnitt 2.891 € im Monat.
Am teuersten sind Bremen, das Saarland und Nordrhein-Westfalen. In Bremen sind es 3.761 € im Monat.
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Land liegen 870 € jeden Monat. Das sind über 10.000 € im Jahr, allein wegen des Wohnorts.
Mit der Zeit sinkt der Eigenanteil, weil die Pflegekasse einen wachsenden Zuschlag zahlt. Ab dem vierten Jahr zahlen Sie noch zwischen 1.695 € und 2.481 € im Monat.
Der Zuschlag gilt aber nur für die Pflegekosten. Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten zahlen Sie weiter komplett selbst.
Klingt beruhigend? Rechnen Sie zusammen. Vier Jahre im Heim kosten Sie in Berlin rund 130.800 € aus eigener Tasche. In Bremen sind es über 150.000 €.
Und in Ihrem Bundesland?
Wie viel davon eine Pflegezusatzversicherung übernehmen kann, zeigt der Rechner weiter unten.
Mit Pflegezusatz durchrechnenAlle 16 Bundesländer im Überblick
| Bundesland | bis 12 Monate | ab 12 Monate | ab 24 Monate | ab 36 Monate |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 3.657 € | 3.297 € | 2.817 € | 2.216 € |
| Bayern | 3.270 € | 2.943 € | 2.506 € | 1.959 € |
| Berlin | 3.388 € | 3.026 € | 2.544 € | 1.942 € |
| Brandenburg | 3.150 € | 2.824 € | 2.390 € | 1.847 € |
| Bremen | 3.761 € | 3.416 € | 2.957 € | 2.383 € |
| Hamburg | 3.481 € | 3.157 € | 2.726 € | 2.186 € |
| Hessen | 3.431 € | 3.096 € | 2.650 € | 2.091 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 3.032 € | 2.721 € | 2.307 € | 1.790 € |
| Niedersachsen | 3.008 € | 2.728 € | 2.356 € | 1.891 € |
| Nordrhein-Westfalen | 3.671 € | 3.373 € | 2.977 € | 2.481 € |
| Rheinland-Pfalz | 3.289 € | 3.024 € | 2.671 € | 2.230 € |
| Saarland | 3.695 € | 3.368 € | 2.933 € | 2.389 € |
| Sachsen | 3.152 € | 2.831 € | 2.404 € | 1.870 € |
| Sachsen-Anhalt | 2.891 € | 2.592 € | 2.194 € | 1.695 € |
| Schleswig-Holstein | 3.148 € | 2.880 € | 2.524 € | 2.079 € |
| Thüringen | 3.163 € | 2.857 € | 2.448 € | 1.936 € |
26 von 100
Versicherten fühlen sich für den Pflegefall finanziell gut abgesichert. Bei der Altersvorsorge sind es 42.
19 von 100
Versicherten haben eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen.
Quelle: Continentale-Studie 2026, Befragung von 1.387 Versicherten
Was das für Sie bedeutet
Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt nur einen Teil. Im Pflegeheim wissen Sie ziemlich genau, was das kostet: Der Eigenanteil steht in der Tabelle, und für die meisten Familien ist das viel Geld. Zu Hause lässt sich die Lücke schwerer beziffern, weil es darauf ankommt, wie viel Ihre Angehörigen selbst übernehmen können. Real ist sie trotzdem.
Die gute Nachricht: Sie können vorsorgen. Und je früher Sie das tun, desto günstiger wird es, denn der Beitrag richtet sich nach Ihrem Alter beim Abschluss. Wer mit 35 beginnt, zahlt deutlich weniger als jemand, der mit 60 anfängt.
Am Ende geht es um eine einfache Frage: Wer soll die Lücke schließen, wenn es so weit ist? Ihre Ersparnisse, Ihre Kinder oder eine Versicherung, die Sie heute abschließen? Lassen Sie uns das in Ruhe durchgehen. Das Gespräch kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts.

Ihr Ansprechpartner und Autor dieser Seite
Andreas Richter-Kaaden
Fairsicherungsvertreter® aus Leidenschaft seit 1999
Seit 1999 begleite ich Privatpersonen und Familien, aber auch Selbstständige und Unternehmer bei ihrer Vorsorge und Absicherung. In dieser Zeit habe ich viele Verträge gesehen, die niemand gebraucht hat. Deshalb schaue ich mit Ihnen zuerst, was wirklich wichtig ist, und sage Ihnen genauso deutlich, was Sie sich sparen können. Denn am Ende zählt nur eins: dass im Ernstfall ohne Diskussion gezahlt wird. Genau dafür steht das F in Fairsicherungsvertreter®.
Eine gute Entscheidung braucht Verständnis. Lassen Sie uns darüber sprechen.
Montag bis Freitag von 8:30 bis 15 Uhr und gern auch nach Vereinbarung
Häufige Fragen zu Pflegeheimkosten
In welchem Bundesland ist das Pflegeheim am günstigsten?
Am günstigsten ist Sachsen-Anhalt mit durchschnittlich 2.891 Euro Eigenanteil im Monat im ersten Jahr, gefolgt von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Am teuersten ist Bremen mit 3.761 Euro. Stand 1. Juli 2026, Quelle: Verband der Ersatzkassen.
Warum sind die Pflegeheimkosten je Bundesland so unterschiedlich?
Ein wichtiger Grund sind die Personalkosten, denn Löhne und Personalschlüssel unterscheiden sich von Land zu Land. Hinzu kommen unterschiedliche Mieten und Baukosten sowie die Frage, wie stark ein Land die Investitionskosten der Heime fördert.
Woraus bestehen die Pflegeheimkosten und was zahlt die Pflegeversicherung?
Die Heimkosten bestehen aus drei Teilen: Pflege und Ausbildung, Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten für Gebäude und Ausstattung. Die Pflegeversicherung zahlt je nach Pflegegrad einen festen Betrag, aber nur für den ersten Teil. Was an Pflegekosten darüber hinaus anfällt, ist der einrichtungseinheitliche Eigenanteil, der für alle Bewohner eines Heims gleich hoch ist. Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten tragen Sie vollständig selbst. Deshalb bleibt immer ein Eigenanteil, auch bei einem hohen Pflegegrad.
Wer zahlt, wenn mein Geld nicht reicht?
Reichen Rente und Ersparnisse nicht aus, springt das Sozialamt mit der Hilfe zur Pflege ein. Vorher prüft es allerdings, ob eigenes Vermögen vorhanden ist. Kinder werden erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro brutto herangezogen. Für Ehepartner gilt diese Grenze jedoch nicht, sie müssen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten beteiligen.
Muss ich mein Haus verkaufen, wenn ich ins Pflegeheim komme?
Das hängt davon ab, ob Sie Hilfe vom Sozialamt brauchen und wer noch im Haus wohnt. Lebt Ihr Ehepartner weiterhin darin, ist ein angemessenes Haus in der Regel geschützt. Steht es dagegen leer, kann das Sozialamt verlangen, dass Sie es verwerten, bevor es zahlt. Wer genug für den Eigenanteil vorsorgt, muss sich diese Frage gar nicht erst stellen.
Ab welchem Alter lohnt sich eine Pflegezusatzversicherung?
Je früher, desto besser. Denn solange Sie gesund sind, bekommen Sie den Schutz meist ohne Einschränkungen. Mit Vorerkrankungen wird es dagegen schwieriger, oft gibt es dann nur noch Zuschläge oder gar keinen Vertrag mehr. Außerdem ist der Beitrag in jüngeren Jahren in der Regel niedriger.
Continentale Pflegezusatzversicherung · Tarif PZ
Der Eigenanteil, den Sie nicht allein tragen müssen
- Wählbare Tarifstufen zwischen 10 und 200 Prozent der gesetzlichen Pflegeleistung
- Absicherung sowohl für ambulante als auch für vollstationäre Pflege
- Wie viel vom Eigenanteil abgedeckt ist, bestimmen Sie selbst über die Tarifstufe
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Andreas Richter-Kaaden
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